Kartoffel-Dinkelbrot

Kartoffel-Dinkelbrot

Das Kartoffel-Dinkelbrot ist bei uns mit Abstand das beliebteste Brot – selbst wenn es in der Zubereitung etwas aufwendiger ist und es ein wenig Erfahrung und Zeit bedarf. Das Brot ist wunderbar saftig und fluffig, kann je nach Mehl als Weiß- oder Vollkornbrot daherkommen und wird bei uns sehr gut vertragen – vermutlich weil man einen Großteil des Mehls durch gut bekömmliche Kartoffeln ersetzt wird.

Menge

2 Kastenbrote oder 2 Laibe

Dauer

Min. 2 Stunden:

15 Min Kneten, min. 1 Std. Gehen, 45 Min Backen

Zutaten

  • 750 gr (mehligkochende) gekochte Kartoffeln
  • ca. 750 gr Dinkelmehl
  • 125 ml lauwarmes Wasser
  • ca. 15 gr frische Hefe
  • 2 TL Salz
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Prise Zucker

Zubereitung

Zunächst benötigt man 750 gr geschälte, in Salzwasser gekochte Kartoffeln. Im Idealfall sind es mehligkochende Kartoffeln. Sie haben einen höheren Stärkeanteil und sind in dem Teig leichter zu verarbeiten. Aber das Rezept funktioniert auch mit allen anderen Kartoffeln.

Wenn die Kartoffeln gar sind, müssen sie gestampft werden, gut ausdampfen und abkühlen. Das ist der wichigste Schritt. Wenn sie zu heiß verarbeitet werden, tötet die Hitze die Hefe ab. Sind sie nicht gut ausgedampft, bringen sie zu viel Feuchtigkeit mit und der Teig ist zu klebrig.

Vorteig ansetzen

Während die Kartoffeln abkühlen, kann man die Zeit bereits nutzen um einen Vorteig für das Dinkelbrot anzusetzten. Hierfür löst man die Hefe in dem Wasser mit etwas Zucker auf und schüttet sie dann in das Mehl, in das eine Kuhle geformt wurde. Die Hefe beginnt nun schon mit der Arbeit und es bilden sich Bläschen. Ich persönlich verwende gerne wenig Hefe – in diesem Fall 1/3 eines handelsüblichen Hefewürfels – und gebe der Hefe einfach ausreichend Zeit zu arbeiten. Wenn man es eiliger hat, kann man einen halben Hefewürfel verwenden.

Wenn die Kartoffeln ausreichend abgekühlt sind – sie sollten handwarm sein, dann verbrennt man sich nicht beim Kneten, und die Hefe tut das auch nicht – können sie zu dem Mehl hinzugefügt werden. Jetzt füge ich auch das Olivenöl und das Salz hinzu und beginne mit dem Kneten. Zunächst kann man den Teig gut mit der Küchenmaschiene ca. 5 Min durchkneten. Anschließend knete ich den Teig aber noch gerne 5min weiter mit der Hand durch. Die Konsistenz des Teiges ist nicht immer gleich. Sie hängt stark von der Kartoffel und der Feuchtigkeit des Kartoffelstampfs ab. Wenn man den Teig mit der Hand bearbeitet, entwickelt man dafür aber schnell ein Gefühl – erst wirkt er zu trocken und um so länger geknetet wird, desto elastischer wird er. Falls es zu klebrig wird, kann man löffelweise Dinkelmehl hinzufügen. Wenn man eine elastische Teigkugel hat, muss sie für min. eine Stunde (gerne auch länger) mit einem feuchten Geschirrtuch zugedeckt gehen.

Nach der Gehzeit wird der Backofen auf ca. 200°C vorgeheizt. Der Teig sollte nochmal auf einer bemehlten Fläche durchgeknetet werden, in zwei gleichgroße Teile geteile werden und die Kastenformen gelegt werden. Hier kann das Brot noch gehen bis der Ofen seine Temperatur erreicht hat. Nach 45 Min. sollte das Kartoffel-Dinkelbrot goldbraun und durchgegart (Stäbchenprobe) sein. Zum Abkühlen sollte man es nach 10Min aus der Form nehmen und noch vollständig abkühlen bevor man es anschneidet.

 

 



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